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Glossar

40 Begriffe aus Angeboten, Datenblättern und Gesprächen mit dem Netzbetreiber, in normalem Deutsch erklärt.

A

Aufständerung

Eine Konstruktion, die Module auf einem flachen oder schwach geneigten Dach anwinkelt. Das verbessert den Ertrag und den Selbstreinigungseffekt durch Regen, erhöht aber Windlast und Ballastbedarf.

PV auf dem Flachdach
Autarkiegrad

Der Anteil Ihres Stromverbrauchs, den Sie selbst erzeugen. Ein Autarkiegrad von 70 Prozent heißt: Sieben von zehn verbrauchten Kilowattstunden kamen vom eigenen Dach, drei aus dem Netz. Vollständige Autarkie ist mit einer normalen Hausanlage nicht erreichbar, weil im Winter schlicht zu wenig Sonne da ist.

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B

Bifaziale Module

Module, die Licht auch auf der Rückseite aufnehmen. Der Zusatzertrag hängt davon ab, wie hell der Untergrund ist und wie viel Abstand zum Dach bleibt. Auf einem normalen Steildach bringt das wenig, auf einem hellen Flachdach mehr.

D

Degradation

Der langsame, normale Leistungsverlust von Solarmodulen über die Jahre. Er liegt im Bereich weniger Zehntel Prozent pro Jahr, weshalb Hersteller Leistungsgarantien über zwanzig bis dreißig Jahre geben können.

Mehr zu Lebensdauer und Garantie
Dynamischer Stromtarif

Ein Tarif, dessen Preis sich stündlich nach der Strombörse richtet. Wer einen Speicher hat, kann günstige Stunden nutzen. Ohne steuerbare Verbraucher bringt ein solcher Tarif dagegen wenig.

Mehr zu dynamischen Tarifen

E

EEGauch: Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Gesetz, das die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland regelt, unter anderem die Einspeisevergütung und deren Laufzeit. Es wird regelmäßig geändert, weshalb Angaben dazu immer ein Datum brauchen.

Mehr zur Einspeisevergütung
Eigenverbrauchsquote

Der Anteil Ihres Solarstroms, den Sie selbst nutzen statt ihn einzuspeisen. Nicht zu verwechseln mit dem Autarkiegrad: Die Eigenverbrauchsquote schaut auf die erzeugte Menge, der Autarkiegrad auf die verbrauchte. Ein Speicher hebt beide Werte, aber unterschiedlich stark.

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Einspeisebegrenzungauch: Wirkleistungsbegrenzung

Eine Vorgabe, die begrenzt, wie viel Leistung eine Anlage maximal ins Netz abgeben darf. Sie kostet weniger Ertrag, als viele vermuten, weil Volllast ohnehin nur an wenigen Stunden im Jahr anliegt.

Einspeisung

Solarstrom, den Sie gerade nicht selbst verbrauchen und der ins öffentliche Netz fließt. Dafür bekommen Sie eine Vergütung, die deutlich unter dem Preis liegt, den Sie für bezogenen Strom zahlen. Deshalb lohnt sich Eigenverbrauch fast immer mehr als Einspeisen.

Mehr zur Einspeisevergütung
Energiemanagementsystemauch: EMS, FEMS

Die Software, die entscheidet, wohin der Solarstrom gerade fließt: ins Haus, in den Speicher, ins Auto, in die Wärmepumpe oder ins Netz. Je mehr steuerbare Verbraucher Sie haben, desto mehr macht sie aus.

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Entladetiefeauch: DoD, Depth of Discharge

Wie weit ein Speicher entladen werden darf, bevor die Elektronik abriegelt. Deshalb ist die nutzbare Kapazität immer kleiner als die aufgedruckte. Beim Vergleich zweier Speicher lohnt der Blick auf die nutzbare, nicht die nominale Größe.

F

Feuerwehrschalterauch: DC-Freischaltung

Eine Einrichtung, mit der die Gleichstromseite der Anlage im Einsatzfall abgeschaltet werden kann. Ob sie gefordert ist, hängt von Gebäude und Landesvorgaben ab.

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H

Hybridwechselrichter

Ein Wechselrichter, der neben den Modulen auch einen Batteriespeicher verwaltet. Das spart ein zweites Gerät und vereinfacht die Steuerung. Wer später einen Speicher nachrüsten will, fährt damit oft günstiger, als zwei getrennte Geräte zu betreiben.

Zu den Stromspeichern

I

Inbetriebnahme

Der Moment, in dem die fertige Anlage geprüft, dokumentiert und ans Netz gebracht wird. Dazu gehören Messprotokolle und die Übergabe der Unterlagen. Das Datum ist wichtig, weil sich danach Fristen und Vergütungssätze richten.

K

kWh (Kilowattstunde)

Die Einheit für Energiemenge. Ihre Stromrechnung rechnet in kWh, der Ertrag einer PV-Anlage ebenso, und die Kapazität eines Speichers auch. Eine Kilowattstunde ist das, was ein Gerät mit 1000 Watt in einer Stunde verbraucht.

kWp (Kilowatt Peak)auch: Kilowattpeak, Peakleistung

Die Nennleistung einer PV-Anlage unter genormten Testbedingungen. kWp sagt, wie groß die Anlage ist, nicht wie viel sie liefert. Was tatsächlich herauskommt, hängt von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Wetter ab und wird in Kilowattstunden pro Jahr gemessen.

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L

Ladezyklen

Eine vollständige Ladung und Entladung des Speichers. Hersteller geben die erwartete Zyklenzahl als Maß für die Lebensdauer an. Ein Heimspeicher kommt im Jahr typischerweise auf ein paar Hundert Zyklen, weil er selten wirklich voll durchläuft.

Leistungsoptimiererauch: Optimierer, Moduloptimierer

Ein kleines Gerät hinter dem einzelnen Modul, das dessen Leistung unabhängig von den anderen regelt. Bei Teilverschattung kann das spürbar Ertrag retten. Bei einem freien Dach ist es meist unnötige Technik, die zusätzlich ausfallen kann.

Mehr zu Schatten und Optimierern
LFP (Lithium-Eisenphosphat)auch: LiFePO4

Eine Batteriechemie, die bei Heimspeichern heute den Standard bildet. LFP-Zellen sind thermisch stabiler und langlebiger als ältere Chemien, dafür etwas schwerer. Für einen Keller, in dem der Speicher zwanzig Jahre stehen soll, ist das die richtige Reihenfolge der Prioritäten.

Mehr zur Speicherauswahl

M

Marktstammdatenregister (MaStR)

Das Register der Bundesnetzagentur, in dem jede Stromerzeugungsanlage eingetragen werden muss, auch jede PV-Anlage und jeder Speicher. Die Eintragung ist Pflicht und an eine Frist gebunden. Wir übernehmen sie für Sie.

Mehr zur Anmeldung

N

Netzbetreiber

Das Unternehmen, dem das Stromnetz vor Ihrem Haus gehört, nicht zu verwechseln mit Ihrem Stromlieferanten. Der Netzbetreiber genehmigt den Anschluss der Anlage, setzt den Zähler und macht technische Vorgaben. Welche das sind, ist regional verschieden.

Notstrom

Bei Netzausfall versorgt der Speicher ausgewählte Stromkreise weiter. Nicht jeder Speicher kann das, und nicht jede Notstromfunktion versorgt das ganze Haus. Wichtig ist auch, ob die PV-Anlage im Notbetrieb weiter nachladen kann.

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Nullsteuersatz

Eine umsatzsteuerliche Regelung, nach der auf Lieferung und Installation bestimmter PV-Anlagen keine Mehrwertsteuer anfällt. Welche Anlagen darunterfallen, ist an Bedingungen geknüpft.

Mehr zu Steuern

P

Post-EEG-Anlageauch: Ü20-Anlage

Eine Anlage, deren gesetzlich garantierte Vergütungsdauer abgelaufen ist. Sie darf weiterlaufen, wird aber anders abgerechnet. Für Anlagen aus den Anfangsjahren wird diese Frage gerade konkret.

Mehr zu Post-EEG
Potenzialausgleich

Die leitende Verbindung aller metallischen Teile einer Anlage mit der Erdung des Gebäudes. Klingt unscheinbar, ist aber einer der Punkte, an denen sich Elektro-Fachbetrieb und reine Montagefirma unterscheiden.

S

Schwarzstartfähigkeit

Die Fähigkeit eines Speichersystems, sich nach einem vollständigen Netzausfall selbst wieder hochzufahren, ohne Strom von außen. Ohne sie bleibt der Speicher nach einem längeren Ausfall aus, auch wenn er geladen ist.

SG Ready

Eine Kennzeichnung für Wärmepumpen, die sich von außen ansteuern lassen. Damit kann das Energiemanagement die Wärmepumpe genau dann laufen lassen, wenn die PV-Anlage Überschuss produziert.

PV und Wärmepumpe
Smart Meterauch: intelligentes Messsystem

Ein Zähler, der Verbrauchswerte digital erfasst und übermittelt. Für dynamische Stromtarife und für manche Steuerungsfunktionen ist er die Voraussetzung. Der Einbau läuft über den Messstellenbetreiber.

Spezifischer Ertrag

Der Jahresertrag einer Anlage, geteilt durch ihre Nennleistung, angegeben in kWh pro kWp und Jahr. Damit lassen sich unterschiedlich große Anlagen vergleichen. Er hängt stark von Standort, Ausrichtung und Neigung ab.

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String

Eine Reihe in Serie verschalteter Module. Alle Module eines Strings arbeiten zusammen, deshalb bremst ein verschattetes Modul den ganzen String aus. Wer Teilverschattung hat, verteilt die Module deshalb auf mehrere Strings oder setzt Optimierer ein.

Mehr zu Schatten und Optimierern

Ü

Überschussladen

Die Wallbox lädt Ihr Auto nur mit dem Solarstrom, der gerade übrig ist, und passt die Ladeleistung laufend an die Erzeugung an. Dafür braucht es eine steuerbare Wallbox und einen Zähler, der den Hausverbrauch misst.

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Überspannungsschutz

Bauteile, die Spannungsspitzen ableiten, bevor sie Wechselrichter oder Hauselektronik zerstören. Bei PV-Anlagen gehört er zum Stand der Technik, weil die Leitungen auf dem Dach Spannungsspitzen besonders gut einfangen.

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U

Unterkonstruktionauch: Montagesystem

Das Schienensystem, mit dem die Module am Dach befestigt werden. Bei Ziegeldächern über Dachhaken, bei Trapezblech über Klemmen, bei Flachdächern oft mit Ballast statt Durchdringung. Sie muss zur Schnee- und Windlast am Standort passen.

PV auf dem Flachdach

V

V2H und V2Gauch: Vehicle to Home, Vehicle to Grid, bidirektionales Laden

Konzepte, bei denen das E-Auto Strom zurück ins Haus (V2H) oder ins Netz (V2G) abgibt. Technisch möglich, in der Praxis noch an wenige Fahrzeug- und Wallbox-Kombinationen gebunden.

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Verschattung

Schatten auf Modulen, etwa durch Bäume, Kamine, Gauben oder Nachbargebäude. Entscheidend ist nicht nur, ob Schatten fällt, sondern wann: Mittagsschatten wiegt deutlich schwerer als Schatten in den Randstunden.

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Volleinspeisung

Eine Betriebsart, bei der die gesamte Erzeugung ins Netz geht und nichts selbst verbraucht wird. Dafür gibt es eine höhere Vergütung. Sinnvoll ist das nur in Sonderfällen, etwa wenn im Gebäude praktisch kein Strom gebraucht wird.

W

Wallboxauch: Ladestation, Ladepunkt

Die feste Ladestation für Ihr Elektroauto, meist an der Garagen- oder Hauswand. Sie lädt schneller als eine Schukosteckdose und vor allem sicher: Eine Haushaltssteckdose ist für stundenlange Volllast nicht gebaut.

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Wechselrichter

Das Gerät, das den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für Ihr Hausnetz umwandelt. Er ist das Herzstück der Anlage, überwacht sie und meldet Fehler. Meist ist er auch das erste Bauteil, das nach vielen Jahren ersetzt werden muss.

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Z

Zählerschrankauch: Zählerkasten

Der Kasten, in dem Zähler und Absicherung des Hauses sitzen. Bei älteren Häusern ist er oft zu klein oder entspricht nicht mehr der geltenden Norm. Dann muss er vor der PV-Installation erneuert werden, was ein spürbarer Posten im Angebot sein kann.

PV im Altbau
Zweirichtungszähler

Ein Zähler, der getrennt erfasst, wie viel Strom Sie aus dem Netz beziehen und wie viel Sie einspeisen. Er wird vom Netzbetreiber gesetzt, sobald die Anlage angemeldet ist. Ohne ihn kann nicht abgerechnet werden.

Unverbindlich anfragen

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