Dachaufbau und Statik
Trapezblech, Sandwichelement oder Faserzement, dazu Sparrenabstand und Zustand der Unterkonstruktion. Das legt fest, welches Befestigungssystem infrage kommt.

Stall, Scheune und Maschinenhalle tragen Flächen, die sonst jahrzehntelang ungenutzt bleiben. Wir planen die Anlage passend zum Dachaufbau und bringen den Strom bis zum Zählerplatz, auch wenn der ein Stück weiter weg steht.
Erst das Dach, dann die Module
Auf dem Wohnhaus liegt Ziegel, über Stall und Maschinenhalle eher Trapezblech, ein Sandwichelement oder auf älteren Gebäuden Faserzement. Für die Montage ist das der entscheidende Unterschied. Trapezblech wird nicht unterlegt wie ein Ziegeldach, sondern in der Hochsicke verschraubt oder über Klemmprofile geführt. Wie viel Last dabei aufgenommen werden darf, hängt an der Unterkonstruktion darunter.
Deshalb steht bei landwirtschaftlichen Gebäuden der Blick unter das Dach am Anfang: Sparrenabstand, Pfetten, Zustand der Bleche. Bei Faserzement kommt die Frage nach dem Baujahr dazu, weil ältere Platten Asbest enthalten können und dann nicht einfach durchbohrt werden dürfen. Was bei Ihrem Gebäude geht, klären wir beim Vor-Ort-Termin und nicht am Telefon.
Vieles spricht für diese Dächer: Sie sind groß und wenig verwinkelt, Gauben und Kamine zerschneiden das Modulfeld nicht. Ist die Halle nach Ost und West ausgerichtet, liefert die Anlage weniger Mittagsspitze und dafür länger über den Tag verteilt. Für einen Betrieb mit laufender Technik ist das eher ein Vorteil als ein Nachteil.
Steht ohnehin eine Dachsanierung an, gehört beides in eine Planung: Ein neues Blech mit passender Unterkonstruktion nimmt die Module leichter auf, und das Gerüst steht nur einmal. Was dabei zusammengeht, steht unter Altbau und Dachsanierung.

Elektrik auf dem Hof
Im Einfamilienhaus sind es vom Wechselrichter bis zum Zählerschrank ein paar Meter. Auf dem Hof sieht das anders aus: Die Scheune steht abseits, der Stall hat seine eigene Unterverteilung, der Hausanschluss sitzt im Wohngebäude. Zwischen Modulfeld und Einspeisepunkt liegen dann schnell einige Dutzend Meter.
Längere Wege heißen größerer Querschnitt, damit unterwegs nicht zu viel Spannung verloren geht, dazu Leerrohre und ein sauber dokumentierter Übergabepunkt. Das ist Elektrotechnik und kein reines Solarthema. Planung und Leitungsweg bleiben deshalb bei uns im Haus, den Anschluss setzt ein Elektromeister. Wer den Graben zieht, klären wir beim Vor-Ort-Termin.
Wie viele Zählplätze Ihr Betrieb hat und ob Wohnhaus und Betrieb getrennt abgerechnet werden, sehen wir uns vor der Planung an. Davon hängt ab, wo die Anlage einspeist und wie viel Strom im Betrieb bleibt.
Vor der Planung
Vier Punkte, die bei landwirtschaftlichen Gebäuden über die Auslegung entscheiden.
Trapezblech, Sandwichelement oder Faserzement, dazu Sparrenabstand und Zustand der Unterkonstruktion. Das legt fest, welches Befestigungssystem infrage kommt.
Entfernung zwischen Modulfeld und Einspeisepunkt, Kabelquerschnitt, Leerrohre und Unterverteilung. Davon hängt ab, wo die Anlage einspeist.
Melktechnik, Kühlung, Lüftung, Futteranlage: Was tagsüber läuft, verbraucht den Solarstrom direkt vom Dach.
Große, wenig verwinkelte Flächen ohne Gauben und Kamine. Ausrichtung und Neigung legen fest, wie sich der Ertrag über den Tag verteilt.
Eigenverbrauch
Eine PV-Anlage rechnet sich vor allem über den Strom, der nicht gekauft werden muss. Für landwirtschaftliche Betriebe ist das eine gute Ausgangslage: Kühlung, Lüftung, Melktechnik, Futterbereitung und Trocknung laufen tagsüber, also dann, wenn das Dach produziert.
Was übrig bleibt, geht ins Netz oder in einen Speicher. Wie groß der sein sollte, richtet sich danach, was nach Sonnenuntergang noch läuft. Das rechnen wir mit Ihren Verbrauchswerten durch und nicht mit Durchschnittswerten. Kommt ein E-Fahrzeug dazu, legen wir Leitung und Zählerschrank gleich passend aus.
Wie groß die Anlage am Ende werden darf, hängt auch am Netzanschluss des Hofs.
Ablauf
Sechs Schritte von der Anfrage bis zur Anlage, die Strom liefert.
Über das Formular oder telefonisch unter 07803 9254450, Mo–Fr 7:30–12:30 Uhr.
Wir klären am Telefon die wichtigsten Punkte und bitten bei Bedarf um Fotos von Dach und Zählerschrank.
Wir gehen über den Hof, sehen uns Dachaufbau, Unterverteilung und Zählerplatz an und fragen nach Ihrem Verbrauch.
Dachbelegung, Technik, Leitungsweg und Preis besprechen wir bei uns in Berghaupten.
Unser eigenes Team montiert die Anlage, der Elektromeister setzt den Anschluss.
Wir melden die Anlage beim Netzbetreiber an und übergeben sie betriebsbereit.
Zahlen aus über zwanzig Jahren SEB-Solar. Wir arbeiten im Ortenaukreis, von Berghaupten aus ins Kinzigtal und in den Raum Offenburg.
3000+
PV-Anlagen geplant und montiert
seit 2004
SEB-Solar in Berghaupten
40+
Jahre Elektrotechnik im Familienbetrieb
5,0
von 5 Sternen bei Google
Wartungsverträge verkaufen wir nicht. Wenn an Ihrer Anlage etwas klemmt, rufen Sie an. Zu unseren Geschäftszeiten melden wir uns zurück, abgerechnet wird der Einsatz nach Aufwand. Das gilt auch für Anlagen, die nicht von uns gebaut wurden, dann fordern wir vorher die Unterlagen an.
Eine Störung auf dem Hof steckt nicht immer im Modul. Sie kann ebenso am Wechselrichter, an der Absicherung oder an der Leitung zwischen Halle und Zählerplatz hängen. Wir prüfen beides, Solartechnik und Elektrik.
Unter Agri-Photovoltaik versteht man Module, die über der Anbaufläche stehen, sodass darunter weiter geerntet oder geweidet wird. Das ist ein eigenes Feld mit eigener Genehmigungslage. Wir bauen Photovoltaik in der Landwirtschaft auf bestehende Gebäude: Stall, Scheune, Maschinenhalle, Remise. Für Agri-PV sind wir nicht der richtige Ansprechpartner.
FAQ
Was Landwirte am Telefon fragen. Ist Ihre Frage nicht dabei, rufen Sie einfach an.
Ja. Auf Trapezblech werden die Module in der Hochsicke verschraubt oder über Klemmprofile geführt, je nach Blechprofil und Unterkonstruktion. Welches System auf Ihr Dach passt, entscheiden wir nach dem Vor-Ort-Termin.
Ältere Faserzementplatten können Asbest enthalten. Dann gelten besondere Regeln und eine Durchdringung der Platten kommt nicht infrage. Wir sehen uns vor Ort an, welches Baujahr das Dach hat, und sagen Ihnen, was daraus folgt.
Ja, das ist auf Höfen der Normalfall. Entscheidend sind der Leitungsweg, der Kabelquerschnitt und der Punkt, an dem eingespeist wird. Diese Planung bleibt bei uns im Haus.
Ja. Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir, digital und ohne Unterschrift von Ihnen. Bei der Registrierung im Marktstammdatenregister unterstützen wir Sie.
Nein. Wir bauen auf bestehende Gebäude: Stall, Scheune, Maschinenhalle, Remise. Module über Anbauflächen gehören nicht zu unserem Angebot.
Ja, ein Speicher lohnt sich immer, wir passen die Lösung an Ihren Betrieb an. Mit Speicher nutzen Sie den Strom vom eigenen Dach auch dann, wenn die Sonne weg ist, statt ihn einzuspeisen und abends zurückzukaufen. Auf dem Hof kommt es darauf an, was nach Sonnenuntergang noch läuft. Die Größe rechnen wir vor dem Angebot mit Ihren Verbrauchswerten durch.
Große Dachflächen und hoher Tagesverbrauch. Technisch liegt das nah an Stall und Maschinenhalle.
Wenn Dachhaut, Statik oder Elektrik zuerst drankommen, bevor ein Modul aufs Dach geht.
Module, Wechselrichter, Hybridgeräte und Befestigungssysteme. Was wir wann einsetzen und warum.
Solarstrom auch nach Feierabend nutzen, neu geplant oder auf der bestehenden Anlage nachgerüstet.
Unverbindlich anfragen
Schildern Sie uns kurz, welche Gebäude Sie haben und was im Betrieb an Strom gebraucht wird. Den Rest sehen wir uns vor Ort an.
Mo–Fr 7:30–12:30 Uhr · info@seb-solar.de · Im Fruchtfeld 15, 77791 Berghaupten · Route öffnen