Flachdächer geben keinen Winkel vor. Ausrichtung, Neigung und Reihenabstand entstehen in der Planung. Ob das Gestell ballastiert wird oder in die Dachhaut gesetzt werden muss, entscheidet sich an Statik und Windlast.
Flachdach
PV auf dem Flachdach: das Gestell entscheidet
Auf einem Ziegeldach gibt die Dachneigung vor, wie die Module liegen. Auf dem Flachdach gibt es diese Vorgabe nicht. Winkel, Ausrichtung und Abstand der Reihen entstehen erst am Schreibtisch, und genau daran entscheidet sich, ob die Anlage sauber arbeitet oder sich Reihe für Reihe selbst verschattet.
Ganz flach aufgelegt bringen Module wenig: Sie stehen ungünstig zur Sonne, Regen spült sie nicht ab, Schmutz und Laub bleiben liegen. Deshalb kommen die Module auf ein Gestell, das ihnen einen Winkel gibt. Wie steil dieser Winkel ausfällt, ergibt sich aus der Fläche, der Höhe der Attika, der Windlast am Standort und aus dem Gewicht, das die Dachkonstruktion zusätzlich verträgt.
Eine Solaranlage auf dem Flachdach planen wir deshalb vom Dach aus und nicht vom Modul. Wir stehen vor dem Angebot auf der Fläche, messen auf und sehen uns an, was oben schon alles im Weg steht: Lüfter, Lichtkuppeln, Aufbauten, Blitzschutz.
Ein Teil der über 3000 PV-Anlagen, die wir gebaut haben, liegt auf Flachdächern.
Für die Aufständerung gibt es zwei gängige Richtungen. Welche bei Ihnen die bessere ist, hängt weniger am Dach als an Ihrem Stromverbrauch über den Tag.
Südaufständerung
Alle Reihen zeigen nach Süden, in einem festen Winkel. Das bringt die stärkste Leistung um die Mittagszeit. Damit die vordere Reihe die hintere nicht verschattet, brauchen die Reihen Abstand. Auf dieselbe Fläche passen dadurch weniger Module.
Ost-West-Aufständerung
Die Module stehen paarweise gegeneinander, eine Seite nach Osten, eine nach Westen. Der Abstand zwischen den Reihen fällt kleiner aus, die Fläche lässt sich dichter belegen. Der Ertrag verteilt sich breiter über den Tag, mit Strom am Morgen und am Abend statt einer schmalen Spitze mittags.
Was bei Ihnen passt
Ein Betrieb, der tagsüber Maschinen laufen lässt, braucht eine andere Belegung als ein Haushalt, der morgens und abends Strom zieht. Das klären wir beim Vor-Ort-Termin, zusammen mit der Frage, ob ein Speicher dazugehört.
Ein Flachdach ist dicht, weil seine Haut durchgehend ist. Jede Schraube durch Bitumen oder Folie ist eine Stelle, an der später Wasser stehen kann.
Ballastiert statt gebohrt
Auf Flachdächern ist die Ballastierung der übliche Weg: Das Gestell steht auf Schutzmatten auf der Dachhaut und wird beschwert, mit Platten oder Kies, sodass der Wind es nicht anhebt. Die Abdichtung bleibt dabei unberührt.
Wind bestimmt das Gewicht
Wie viel Ballast nötig ist, ergibt sich aus Standort, Gebäudehöhe, Dachrand und Modulwinkel. Zum Dachrand hin braucht es Abstand, weil der Windsog dort am größten ist.
Die Statik muss es hergeben
Das Gewicht kommt zusätzlich auf die Dachkonstruktion. Zeigt sich, dass die Reserve nicht reicht, sagen wir das, bevor Material bestellt wird.
Wenn doch gesetzt werden muss
Spricht etwas gegen eine reine Ballastierung, etwa eine sehr leichte Dachkonstruktion, gibt es Systeme, die in die Dachhaut gesetzt und fachgerecht wieder abgedichtet werden. Wer die Dachhaut öffnet und anschließend wieder abdichtet, steht vor der Montage fest und wird nicht spontan auf dem Dach entschieden.
Gründach
Gründach und Photovoltaik gehen zusammen
Begrünung oder Module, das ist keine Entweder-oder-Frage. Beides zusammen funktioniert, und wir haben es auf unserem eigenen Betriebsgebäude in Berghaupten genau so gebaut. Die Module stehen dort aufgeständert in langen Reihen, dazwischen und rundherum wächst die Begrünung weiter.
Der Aufbau hat einen praktischen Nebeneffekt: Eine bewachsene Fläche heizt sich im Sommer weniger auf als eine schwarze Bitumenbahn, und Module liefern bei niedrigerer Temperatur mehr Leistung. Dazu hält ein Gründach Regen zurück und gibt ihn verzögert ab, statt ihn sofort in die Kanalisation zu schicken.
Planen muss man zwei Dinge: Die Unterkante der Module muss hoch genug über dem Bewuchs liegen, damit nichts in die Verschattung hineinwächst, und zwischen den Reihen braucht es Wege, auf denen später gepflegt und gewartet werden kann. Beides legen wir vor der Montage fest.
Ablauf
So läuft ein Flachdach-Projekt bei uns
Planung, Montage und Elektrik kommen bei uns aus demselben Betrieb. Muss die Dachhaut geöffnet werden, holen wir den Dachdecker dazu und sagen Ihnen das vorher.
01
Anfrage
Über das Formular oder telefonisch unter 07803 9254450, Mo–Fr 7:30–12:30 Uhr.
02
Vor-Ort-Termin
Wir messen die Fläche auf, sehen uns Dachaufbau, Attika, Aufbauten und Zählerplatz an und klären, welche Last das Dach zusätzlich trägt.
03
Auslegung
Wir legen Ausrichtung, Winkel und Reihenabstand fest und rechnen die Belegung durch. Danach steht fest, wie viele Module tatsächlich aufs Dach passen.
04
Angebot im Büro
Das Angebot besprechen wir bei uns in Berghaupten, mit Dachbelegung, Technik und Preis auf dem Tisch.
05
Montage
Unser eigenes Team baut die Unterkonstruktion auf und setzt die Module, den Anschluss macht der Elektromeister aus dem eigenen Haus.
06
Anmeldung
Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir, digital und ohne Unterschrift von Ihnen. Beim Marktstammdatenregister unterstützen wir Sie.
3000+
PV-Anlagen geplant und montiert
seit 2004
SEB-Solar in Berghaupten
40+
Jahre Elektrotechnik im Familienbetrieb
5,0
von 5 Sternen bei Google
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FAQ
Fragen zum Flachdach
Rund um Befestigung, Belegung und Statik. Ist Ihre Frage nicht dabei, rufen Sie einfach an.
Muss für eine PV-Anlage auf dem Flachdach gebohrt werden?
Auf Flachdächern ist die Ballastierung der übliche Weg, also ohne Bohrung. Ist die Dachkonstruktion zu leicht für den nötigen Ballast, kommt ein System infrage, das gesetzt und anschließend fachgerecht wieder abgedichtet wird.
Wie viele Module passen auf mein Flachdach?
Weniger, als die reine Dachfläche vermuten lässt. Reihenabstand, Randabstand zur Attika und vorhandene Aufbauten wie Lüfter oder Lichtkuppeln gehen ab. Wie viel übrig bleibt, steht nach dem Aufmaß fest.
Geht Photovoltaik auch auf einem begrünten Flachdach?
Ja, unser eigenes Betriebsgebäude in Berghaupten ist genau so gebaut. Wichtig sind Abstand zwischen Bewuchs und Modulunterkante und Wege für die Pflege.
Wer prüft, ob mein Dach die zusätzliche Last trägt?
Wir sehen uns beim Vor-Ort-Termin den Dachaufbau an und klären, welche Zusatzlast Ihr Dach verträgt. Ist die Reserve knapp, braucht es einen Nachweis über die Statik, bevor etwas bestellt wird. Sie erfahren das vorher und nicht erst, wenn das Material auf dem Hof steht.
Wie lange dauert es von der Anfrage bis zur fertigen Anlage?
Das ist projektabhängig. Wir setzen es schnellstmöglich um, die Dauer hängt vor allem am Dach, an der Materialverfügbarkeit und am Netzbetreiber. Einen Termin nennen wir erst, wenn wir die Fläche gesehen haben.
Belegen Sie auch Hallendächer?
Ja. Große Flachdächer auf Gewerbe- und Betriebsgebäuden gehören zu unserer Arbeit, dort bauen wir Solaranlagen genauso wie auf dem Wohnhaus. Viel Fläche trifft dabei auf Verbrauch am Tag, das passt gut zusammen. Was bei Betriebsgebäuden zusätzlich zu beachten ist, steht auf der Seite zu Photovoltaik für Gewerbe und Halle.