Photovoltaik fürs Mehrfamilienhaus in der Ortenau
Auf dem Mehrfamilienhaus steht vor der Technik eine andere Frage: Wer nutzt den Strom vom Dach? Wir bauen die Anlage für den Allgemeinstrom des Hauses oder für eine einzelne Einheit darin.
Zählerkonzept
Zuerst die Frage nach dem Zähler
Über welchen Zähler der Solarstrom läuft, entscheidet alles Weitere: wie groß wir die Anlage auslegen, wie vom Dach bis in den Keller verkabelt wird und wie die Anmeldung beim Netzbetreiber aussieht.
Zwei Wege beschreiben wir auf dieser Seite: Die Anlage versorgt den Allgemeinstrom des Gebäudes, oder sie versorgt eine einzelne Einheit darin. Welcher davon an Ihrem Haus umsetzbar ist, sehen wir beim Termin vor Ort, wenn Dach, Zählerplatz und Verbrauch auf dem Tisch liegen.
Im Keller hängen dafür mehrere Zähler nebeneinander, dazu Sicherungen und je nach Baujahr ältere Technik. Ob die Anlage dort ohne Umbau angeschlossen werden kann, sieht man dem Schrank von außen nicht an.
SEB-Solar gibt es seit 2004, dahinter stehen über 40 Jahre Elektrotechnik im Familienbetrieb. Planung, Montage und Elektrik kommen bei uns aus einem Haus, mit eigenem Montageteam und Elektro-Meisterbetrieb. Wie wir Anlagen grundsätzlich auslegen, steht auf der Übersicht zu unseren PV-Anlagen.
Beide funktionieren technisch gleich: Module aufs Dach, Wechselrichter in den Keller, Anschluss an einen Zähler. Der Unterschied liegt darin, welcher Zähler das ist. Welcher Weg an Ihrem Gebäude funktioniert, hängt am Zählerplatz und an den vorhandenen Leitungen. Dafür kommen wir vorbei.
Allgemeinstrom
Die Anlage versorgt, was dem ganzen Haus dient: Treppenhauslicht, Aufzug, Heizung, Pumpen, Außenbeleuchtung, Garagentor. Der Strom läuft über den Allgemeinstromzähler, was übrig bleibt, geht ins Netz. Ein eigener Stromliefervertrag mit den Mietparteien entsteht dabei nicht. Was die Anlage an Allgemeinstrom einspart, wirkt über die übliche Betriebskostenabrechnung.
Einzelversorgung
Der Solarstrom versorgt eine Einheit im Haus, zum Beispiel die selbst bewohnte Wohnung der Eigentümerin oder eine Gewerbeeinheit im Erdgeschoss. Die Anlage hängt hinter deren Zähler, für die übrigen Parteien ändert sich nichts.
Was es für den eingespeisten Überschuss gibt, steht im Ratgeber zur Einspeisevergütung 2026.
Klare Absage
Mieterstrom bieten wir nicht an
Mieterstrom heißt: Der Strom vom Dach wird an die Mietparteien im Haus geliefert und jeder Partei einzeln abgerechnet. Daran hängen Messkonzept, Lieferverträge, Abrechnung und laufende Meldepflichten. Das bieten wir nicht an, und wir sagen es lieber vor dem ersten Termin als danach.
Der Unterschied lässt sich leicht merken: Beim Allgemeinstrom und bei der Einzelversorgung versorgt die Anlage einen Zähler, hinter dem ein Vertragspartner steht. Sobald Strom an mehrere Parteien verkauft wird, entsteht ein eigenes Lieferverhältnis mit allem, was daran hängt.
Wenn Sie Mieterstrom umsetzen wollen, brauchen Sie einen Anbieter, der genau dieses Modell betreibt. Geht es Ihnen um den Allgemeinstrom oder um eine einzelne Einheit, sind Sie bei uns richtig.
SEB
Unterschied zum Einfamilienhaus
Was am Mehrfamilienhaus anders läuft
Gegenüber dem freistehenden Haus kommen ein paar Punkte dazu, die wir früh klären. Den Zählerplatz haben wir oben schon angesprochen, hier kommt der Rest.
Der Weg vom Dach nach unten
Zwischen Modulen und Zählerschrank liegen mehrere Stockwerke. Wo die Leitung verläuft, legen wir vor der Montage mit Ihnen fest.
Dachfläche und Aufbauten
Gauben, Kamine, Lüftungsauslässe und mehrere Dachseiten teilen die Fläche auf. Wir belegen das Dach nach dem, was es hergibt.
Gerüst und Zugang
Am mehrstöckigen Gebäude braucht die Montage ein Gerüst und einen Weg für das Material. Wo es steht und wie lange, stimmen wir vorher mit Ihnen ab, damit Hof und Stellplätze planbar bleiben.
Mehrere Eigentümer
Wenn das Haus mehreren Eigentümern gehört
Gehört das Haus mehreren Eigentümern, wird die Anlage in aller Regel in der Eigentümerversammlung beschlossen. Was bei Ihrem Haus gilt, steht in der Teilungserklärung. Unser Angebot bekommen Sie schriftlich, damit Sie für die Abstimmung eine Grundlage in der Hand haben.
Wer am Ende als Anlagenbetreiber angemeldet wird, klären wir mit Ihnen, bevor die Unterlagen rausgehen.
Ablauf
So läuft Ihre Anfrage ab
Am Mehrfamilienhaus kommen zum üblichen Ablauf drei Punkte dazu, die es am freistehenden Haus so nicht gibt.
01
Termin vor Ort
Wir sehen uns Dach, Zählerplatz und die Leitungswege im Haus an und legen mit Ihnen fest, welcher Weg zu Ihrem Gebäude passt.
02
Angebot für die Eigentümer
Das Angebot bekommen Sie schriftlich und besprechen es mit uns im Büro in Berghaupten, Position für Position.
03
Montage und Anmeldung
Nach Ihrer Unterschrift montiert unser Team, den Anschluss setzt der Elektromeister, die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir.
Der vollständige Ablauf von der ersten Anfrage bis zur Inbetriebnahme steht auf der Seite zur Photovoltaik-Planung. Anfragen können Sie über das Anfrageformular für PV-Anlagen oder telefonisch unter 07803 9254450, Mo–Fr 7:30–12:30 Uhr.
Was wir bisher gebaut haben
Unsere Anlagen stehen auf Dächern in der ganzen Ortenau, vom Einfamilienhaus bis zum Sonderobjekt.
Ein Speicher lässt sich an beide Wege anschließen. Ob er sich für Ihr Gebäude rechnet, hängt daran, wie viel Strom tagsüber im Haus gebraucht wird und wie viel abends. Wir installieren Speicher von FENECON und das Komplettsystem IBC HomeOne. SEB-Solar ist FENECON-Fachpartner und ausgezeichneter IBC SOLAR Partner 2025. Was die Systeme können, steht auf der Seite zu den PV-Speichern.
Sollen später Ladepunkte an den Stellplätzen oder in der Tiefgarage dazukommen, sagen Sie es beim Termin vor Ort. Dann planen wir die Leitungswege gleich mit. Worauf es bei mehreren Ladepunkten an einer Zuleitung ankommt, steht auf der Seite zu Wallboxen im Mehrfamilienhaus und in der Tiefgarage.
Auch am Mehrfamilienhaus gilt, was wir seit 2004 machen: erst das Gebäude ansehen, dann die Anlage auslegen, dann ein Angebot schreiben.
?
FAQ
Fragen zur PV-Anlage am Mehrfamilienhaus
Was Eigentümer und Verwaltungen am Telefon fragen. Ist Ihre Frage nicht dabei, rufen Sie einfach an.
Bieten Sie Mieterstrom an?
Nein. Solarstrom an einzelne Mietparteien zu liefern und abzurechnen, ist ein eigenes Geschäftsmodell mit Messkonzept, Verträgen und Meldepflichten. Das bieten wir nicht an. Wir bauen Anlagen für den Allgemeinstrom des Hauses oder für eine einzelne Einheit darin.
Wem gehört der Strom vom Dach, wenn mehrere Parteien im Haus wohnen?
Das entscheidet der Zähler, hinter dem die Anlage hängt. Beim Allgemeinstrom versorgt sie Treppenhaus, Aufzug, Heizung und Pumpen. Bei der Einzelversorgung versorgt sie eine Wohn- oder Gewerbeeinheit. Welcher Weg bei Ihnen umsetzbar ist, klären wir, wenn wir uns das Gebäude angesehen haben.
Das Haus gehört einer Eigentümergemeinschaft. Geht das trotzdem?
In aller Regel ja, dann beschließt die Eigentümerversammlung über die Anlage. Maßgeblich ist Ihre Teilungserklärung. Wir arbeiten das Angebot aus und besprechen es mit Ihnen, damit Sie für die Abstimmung etwas Schriftliches in der Hand haben.
Muss ich mich um die Anmeldung kümmern?
Die Anmeldung beim Netzbetreiber übernehmen wir, auch wenn im Keller mehrere Zähler hängen. Sie läuft digital und braucht keine Unterschrift von Ihnen. Bei der Eintragung ins Marktstammdatenregister unterstützen wir Sie.
Lohnt sich ein Speicher am Mehrfamilienhaus?
Das hängt davon ab, wie viel Strom im Gebäude tagsüber gebraucht wird und hinter welchem Zähler die Anlage hängt. Wir rechnen beides durch und legen Ihnen die Zahlen vor, bevor Sie sich entscheiden.
Können später Wallboxen in der Tiefgarage dazukommen?
Sagen Sie es uns, wenn wir bei Ihnen sind, dann berücksichtigen wir die Leitungswege schon bei der Planung der PV-Anlage. Wallboxen installieren wir selbst, über 500 sind es bisher.